Jeder hat sie (manchmal). Warum eigentlich?
Neulich war ich mit meinem Vater bei einer kosmetischen Beratung. Ich war auf der Suche nach einem Wundermittel gegen meine Augenringe. Die Kosmetikerin sah mich und danach entsetzt meinen Vater an. Dann sagte sie, es täte ihr sehr leid, aber das scheine wohl in meiner Familie zu liegen und da könne man absolut nichts machen außer eins: Konsequent abdecken.
Augenringe entstehen dem Lexikon nach durch einen ungesunden Lebenswandel. Konsum von Alkohol und Drogen (insbesondere Heroin) schlagen sich direkt unter den Augen nieder. Auch Übermüdung, Krankheit, Allergien, Unterernährung und Eisenmangel können ein Grund für die lästigen Schatten sein. Bei manchen Menschen werden diese Verfärbungen jedoch schlichtweg geerbt. Gerade um die Augen herum ist die Haut besonders dünn und verfügt kaum über Unterhautfettgewebe. So kann an dieser Stelle alles durchscheinen, was sich unter der Haut abspielt.
Zahlreiche Kosmetikfirmen machen sich diese unbeliebten Nebenwirkungen des modernen Workaholiclebens zunutze und verkaufen sowohl unterschiedliche wie auch zahlreiche Lösungsvorschläge. Leider kann ich aus Erfahrung sprechen, dass Produkte, die bei einer Person wirken, bei einer anderen nicht unbedingt zu dem gleichen gewünschten Ergebnis führen müssen. Unliebsame Nebenwirkungen des Abdeckens von Augenringen sind nämlich die Sichtbarkeit der Schminke. Bei fetthaltigen Abdeckstiften bleibt im Laufe des Tages oft sichtbar Farbe in den „Lachfältchen“ unter dem Auge. So genannte Concealer vermeiden dieses Problem, da sie nicht fetthaltig sind. Sie werden flüssig aufgetragen und ziehen in die Haut ein. Doch: Werden sie zu dick aufgetragen trocknen sie zu einer Art Elefantenhaut. Ich habe gehört, der Concealer von Yves Saint Laurent (Touche Éclat) soll wunder wirken. Den gibt es jedoch nur in zwei Farbtönen und er ist sehr teuer. Kopien gibt es bereits von anderen Firmen, ein Ausprobieren lohnt sich.
Prinzipiell sollte man jedoch beim Verwenden dieser Kosmetik auf zwei Sachen achten: 1. Der Farbton sollte einen Tick heller sein als der eigene Gesichtsfarbton und 2. beim Auftragen mit dem Finger nicht wischen, immer tupfen.
Treffender kann es dieses Sprichwort kaum formulieren, denn sehen unsere Augen und Augenpartien schlaff und grau aus, fühlt man sich vermutlich auch so. Müdigkeit und hohe Beanspruchung sind die Hauptursachen, die sich aber mit gezielten Maßnahmen beheben lassen.
Wenn man über angestrengte Augen klagt, fängt meistens an zu reiben. Dieser natürliche Reflex dient der Massage der eigenen Augen. Denn kleine und gezielte Massagen fördern die Durchblutung und verringern die dauerhafte Belastung der Augen. Für Frauen, die viel mit Bildschirmarbeit zu tun haben, kann es elementar sein, häufig zu blinzeln. Dies klingt zwar etwas komisch, trägt aber dazu bei, dass die Augen-Hornhaut mit ausreichend Flüssigkeit versorgt wird und somit die Augen geschont werden.
Auch bei der Ernährung kann man den Augen etwas Gutes tun. Vitamine sollten wichtige Bestandteile der täglichen Nahrung sein, denn dank Vitamin A gilt als wichtiger Baustein für gesunde Augen. Die Aufnahme von Vitamin C stärkt die Gefäßwände, was zu einer geringeren Ermüdung führt, sowie fördert die Durchblutung des gesamtes Körpers und somit auch der Augenpartie. Ebenfalls sollte man auf Vitamin B2 nicht verzichten. Das längere Fehlen von Vitaminen in der alltäglichen Ernährung kann in der Folge zu entzündeten, geröteten, schmerzenden und tränenden Augen führen.
Je älter man wird, umso präsenter werden sie – die Tränensäcke unter den Augen. Bei Frauen in den älteren Semestern kann die Hormonumstellung während der Wechseljahre zu verstärkt auftretenden Tränensäcken führen, aber auch tägliche Hilfsmittel können deren Ausprägung verhindern. Während des Schlafes möglichst das Fenster öffnen und nicht in zu tiefer Haltung. Viel Trinken fördert die Entschlackung der Augenpartien und verhindert deren Ansammlung. Pflegeprodukte sollten den Effekt zudem vermindern.
Nimmt man sich einige dieser Hinweise zu Herzen, sind die Augen lange Zeit ein Ausdrucksmittel für die moderne Frau.