Ja, richtig gelesen! Wir wussten ja schon lange, dass die Amerikaner, sagen wir einmal, einen sehr speziellen Hang zu extravaganten Moden und Neuheiten hatten, doch Katzenstreu? Im Gesicht??
Zunächst einmal, warum sollte etwas schlecht sein, was unsere lieben vierbeinigen Freunde so bevorzugen und täglich benutzen? Fakt ist, dass es dabei um eine vollkommen natürliche Schönheitsbehandlung handelt. Ein unschlagbares Argument ist vor allem der Preis. Und ihre Katze wird sicherlich nichts dagegen haben, wenn sie sich mal etwas Streu mopsen. Einfach in eine Schüssel geben, mit heißem Wasser übergießen und umrühren. Danach die Paste auf Gesicht, Hals und Dekoltée verteilen, dabei Mund- sowie Augenregion ausparen. Die Maske kann nachdem sie durchgetrocknet ist entfernt werden. Die Haut wird merklich weicher, doch was ist nun der Trick? Ganz einfach: Ton. Es liefert eine ähnliche Wirkung wie Heilerde und ist ganz sanft zur Haut.
Wegen seiner starken Färbung wird Henna bereits seit Jahrtausenden eingesetzt. Doch auch die pflegende Wirkung der Pflanze wird ebenso lange in Indien, Nordafrika und dem mittlerem Osten gekannt.
Dem natürlichen Färber wird eine kühlende Wirkung nachgesagt, weshalb in einigen Kulturen bei heißen Temperaturen die Hand- und Fußflächen damit bestrichen werden. Auch die Schweißproduktion wird durch Henna vermindert. In der Ayurveda-Medizin ist die Pflanze ebenfalls wegen ihrer heilenden Wirkstoffe vertreten. Sie wird bei Rheuma, Erkältungskrankheiten und Magenschmerzen eingesetzt. Frauen benutzen sie nach der Geburt zur Unterstützung für die Zyklusstabilisierung. Im alten Ägypten benutzten Frauen Henna mit Olivenöl zur straffenden Hautpflege.
Die Bemalung der Hände und Füße ist in vielen Ländern wie Indien Teil von Ritualen, zum Beispiel der Hochzeit. Auch in Europa werden mittlerweile gerne Hennatatoos getragen. Die natürliche Färbung ist orangerot bis rotbraun. So genanntes schwarzes Henna existiert in natürlicher Form nicht und ist meist Henna mit schwarz färbendem Zusatz.
Für die Haare ist das Pulver eine Wohltat. Sie werden nicht nur gefärbt, sondern auch genährt. Henna hilft bei trockenem, sprödem Haar und beugt sogar Schuppen vor. Das Pulver sollte mit heißem Wasser angerührt werden. Dabei am besten immer eine kleine Menge Wasser hinzugeben, bis sich eine geschmeidige Paste ergibt. Die gleichmäßige Verteilung dieser Paste ist im Haar etwas schwer, am Besten ihr fangt am Ansatz an und arbeitet euch Schicht für Schicht bis in die Spitzen durch. Unbedingt Handschuhe benutzen, da sonst orangene Flecken auf den Händen bleiben können. Auch Spritzer auf Gesicht und Hals sollten schnellstmöglich entfernt werden. Erste graue Haare lassen sich mit Henna übrigens prima verdecken.
Unliebsame Inhaltsstoffe in herkömmlichen Kosmetika und ihre Wirkung
Neulich habe ich beim Aufräumen eine angebrochene Gesichtsmaske aus diesen Probierpackungen gefunden. Ich habe sie aufgetragen und mich über ein ziemlich extremes Brennen gewundert. Nach dem Abwaschen war mein Gesicht krebsrot. Ok, zugegeben, keine Ahnung wie alt das Ding war. Aber: Wissen wir eigentlich, was wir uns da ins Gesicht schmieren?
Anne Henneken aus dem Komplement jetzt.de der Süddeutschen Zeitung vom 11.03.2008 fand heraus, dass nach einer US-amerikanischen Studie die Durchschnittsfrau etwa 25 verschiedene Chemikalien in Form von Cremes etc. Auf ihre Haut aufträgt. Oft werde bei herkömmlichen Kosmetika die hochwertig natürlichen Stoffe wie pflegende Öle durch viel billigere Synthetika ersetzt. „Viele dieser Stoffe werden aus Abfällen produziert. […] Ein Großteil der Kosmetikkonzerne wie Beiersdorf, Schwarzkopf & Henkel, Colgate Palmolive arbeiten außerdem immer noch mit Tierversuchen,“ so Henneken.
Sie empfiehlt deshalb, auf Inhaltsstoffe zu achten. Diese müssen in Deutschland nämlich glücklicherweise angegeben werden. So verbirgt sich hinter Paraffinum liquidum ein Nebenprodukt der Erdöldestillation, sprich Industrieabfall. Das Paraffin wird oft in Cremes und Bodylotions verwendet und verhindert die Hautatmung. Alle Inhaltsstoffe mit der Wortendung -cone sind Bezeichnungen für Silikone. Diese machen Haut und Haare zwar schön glatt, lagern sich jedoch auch ein und „versiegeln“ diese. Natriumlaurylsulfat (zu englisch: „Sodium Lauryl Sulfat“) sorgt für den Schaum in Duschgel und Shampoo, nebenbei aber auch für die Austrocknung der Haut. Der schlimmste der Inhaltsstoffe jedoch ist das Paraben (auch Ethylparaben oder Methylparaben). Dieser Konservierungsstoff kann starke Allergien auslösen und steckt in Deos, Shampoos, Cremes oder Lippenstiften. Laut einer französischen Studie erhöht der Stoff sogar das Brustkrebsrisiko.
Frau muss jetzt aber trotzdem nicht auf ihre Kosmetik verzichten.
1. Es gibt ja auch Naturkosmetik. Dabei solltet Ihr auf das BDIH-Siegel für 100% Naturkosmetik achten. Übrigens: Das Leaping Bunny-Siegel garantiert außerdem, dass zur Produktion keine Tierversuche gemacht wurden.
2. Selber machen.
Schminke, Gesichtsmaske, Peeling & co. – selbst gemacht!
Als echte Alternative zu industrieller Kosmetik, die oft unerwünschte Stoffe enthält und zu deren Produktion ebenso oft Tierversuche gemacht werden (und zur Alternative gegenüber manchmal zu teuren vergleichbaren Naturprodukten), können wir unsere Kosmetik auch einfach selbst herstellen. Auf www.meinekosmetik.de werden hierzu nicht nur Anleitungen für die Zubereitung von Gesichtsmasken gegeben, sondern auch für Cremes, Peelings, Shampoo, Bade- und Duschzusätze und Schminke, ja sogar Selbstbräuner. Das absolute Highlight der selbst gemachten Kosmetik bleiben jedoch immer noch die Gesichtsmasken. Diese lassen sich zum Beispiel aus fast allem herstellen, was im Kühlschrank zu finden ist. Schon ein Löffel Joghurt sorgt im Handumdrehen für einen besseren Teint. Gegen Hautunreinheiten wirkt zum Beispiel die Tomaten- Honigmaske.
Zutaten:
-2 Tomaten
-1 TL Honig
Zubereitung:
Die Tomaten werden zuerst ganz fein mit dem Mixer püriert. Danach gibt man den Honig hinzu und püriert das Ganze nochmals durch. Die Paste wird für etwa 10 Minuten auf das Gesicht aufgetragen.
Oder die Bananen- Honigmaske. Die ist besonders gut bei trockener Haut und kann auch für raue Ellenbogen eingesetzt werden. Dafür braucht ihr:
Zutaten:
-1 Banane
-1 TL Honig
Zubereitung:
Die Banane im Mixer pürieren. Sobald sie ganz fein ist, wird der Honig hinzu gegeben.
Die Paste auf das Gesicht auftragen und ca. 10 Minuten einwirken lassen. Danach mit lauwarmen Wasser gründlich abwaschen.
Masken aus Heilerde sind ideal für die Tiefenreinigung der Haut. Sie lösen Verhornungen und legen verstopfte Poren frei. Damit sind Pickel, Mitesser und fettig glänzende Hautpartien kein Thema mehr.
Heilerde ist ein uraltes Heilmittel und wurde bereits in der Antike verwendet. Sie wird aus Lößablagerungen der Eiszeit gewonnen. Empfehlenswert ist Heilerde sowohl bei innerlichen als auch äußerlichen Beschwerden.
Die Anwendung von außen ist einfach: Das trockene Pulver wird zu einem Brei verarbeitet – meist mit warmen Wasser, einem Aufguss von schwarzem Tee oder Kamille, und auf schmerzende oder entzündete Stellen aufgetragen. Im Wesentlichen beruht die Wirkung der Heilerde darauf, dass beim Trocknen des aufgetragenen Breies eine Saugwirkung auftritt, die überflüssige Gewebsflüssigkeit ableitet. Deswegen ist es wichtig, unbedingt das Ende des Trocknungsprozesses abzuwarten, auch wenn dadurch die Gesichtshaut ein wenig zusammengezogen wird. Das innere Gewebe wird so erwärmt, der Stoffwechsel und damit der Abtransport der Schadstoffe angeregt und beschleunigt. Nicht nur fettige Haut oder Akne, auch Ekzeme oder Allergien könne so gelindert werden.
Heilerde ein natürlicher Stoff ohne zugesetzte Chemikalien und meistens auch so in Apotheken oder Drogerien zu haben. Für mich steht sie schon allein deshalb an erster Stelle zur optimalen Klärung der Haut.
Zusammen mit der entzündungshemmenden Wirkung von Honig kann man sich eine besonders gute Mischung für Problemhaut anrühren: Zwei Esslöffel Heilerde, zwei Esslöffel Honig und etwas Wasser zu einer streichfähigen Masse verrühren. Mit einem Pinsel auf das gut gereinigte Gesicht auftragen. Nach etwa 20 Minuten (vollständiger Trocknung!) die Maske mit lauwarmen Wasser gründlich abspülen.
Viel Spass beim Ausprobieren!
Den Boom der letzten Jahre verdankt die Naturkosmetik wahrscheinlich der Lohas-Bewegung (Lifestyle of Health and Sustainability). Seitdem nachhaltiger und ökologischer Lebensstil immer mehr in den Mittelpunkt des modernen Lebensgefühls rücken, finden besonders Produkte, die nicht von synthetischen Stoffen durchsetzt sind, immer mehr Käufer. Ganz besonders gehypt, weil von diversen Hollywood-Schauspielerinnen in höchsten Tönen gelobt, ist Dr. Hauschka. Was steckt eigentlich hinter dieser Marke?

Aus dem Wissen der Arzneimittelherstellung wurde 1967 die Dr. Hauschka Kosmetik entwickelt. Auszüge aus Pflanzen, die im eigen bewirtschafteten Heilpflanzengarten angebaut werden, sind die Basis für die Eigenschaften der Dr. Hauschka Kosmetik. Die Produkte sind frei von chemisch-synthetischen Duft-, Farb- und Konservierungs- stoffen. Sie enthalten wertvolle pflanzliche Öle, Essenzen von Pflanzen aus biologisch-dynamischem oder kontrolliert-biologischem Anbau und Wildsammlungen sowie natürliche ätherische Öle. Die Dr. Hauschka Kosmetikpräparate tragen zudem das Prüfzeichen „Kontrollierte Natur-Kosmetik“, das nach strengen Kriterien für einzelne Kosmetikpräparate vergeben und vom unabhängigen Prüfinstitut für Marktökologie (IMO) zertifiziert wird. Bei der Gewinnung der Rohstoffe wird zudem darauf geachtet, die Natur in ihrer Lebensform zu erhalten und möglichst wenig zu stören.
Das klingt einleuchtend. Aber wenn Julia Roberts davon nicht lassen kann, muss es ja auch ganz besonders gut für die Haut sein: Mit der bekanntesten Creme – die Rosencreme aus Rosenöl und Wildrosenfrüchten verspricht Dr. Hauschka für jeden Hauttyp einen optimalen Schutz und die Unterstützung der hauteigenen Regeneration. Die Wirkstoffkombination soll die Haut vor Austrockung schüzten, da sie insbesondere den Fett-Feuchtigkeits-Gehalt der Haut ausgleichen soll.
Hier wurde ich hellhörig und musste unbedingt auch einmal diese Rosencreme ausprobieren. Und seit vier Wochen steht sie nun bei mir im Badezimmerregal. Sie duftet herrlich, fühlt sich allerdings ein bisschen fettig und glitschig an. Meine Haut, die im Winter sehr angespannt und trocken ist, musste sich wohl erst daran gewöhnen, nicht mit chemischen Zusatzstoffen auszukommen. Auf jeden Fall war sie irritiert, hatte noch trockenere Stellen und teilweise wollte sie die fettige Creme gar nicht aufnehmen. So langsam tritt Besserung ein – vielleicht normalisiert sie sich wieder, oder wirkt nur in Kombination mit Gesichtswasser und Waschgel, welche ebenfalls nur aus der Natur stammen. Ich bleibe am Ball – war schließlich teuer genug, aber von Hype kann ich bei mir noch nicht sprechen….
Nachdem ich 30 geworden bin, begann ich mir Sorgen um meine Haut zu machen. Besonders im Gesicht meinte ich auf einmal Fältchen entdecken zu können. Also fing ich an, mit teurer, vermeintlich guter Kosmetik aus dem Fachgeschäft herumzuexperimentieren.
Das Ergebnis: statt strafferer Haut kamen Ekzeme zum Vorschein. Im Gesicht! Ich sah aus wie ein aknegeplagter Teenager!
Tests beim Hautarzt ergaben, dass ich auf synthetische Zusatzstoffe in den Kosmetika allergisch bin. Mein Doc gab mir den Rat, Bio-Gesichtscremes, also reine Naturprodukte, auszuprobieren. Das tat ich auch. Nach einigen Wochen verschwand der Ausschlag und meine Haut ist trotz “fortgeschrittenen” Alters babyweich.
Das Gefühl, keine schädlichen chemischen Cremes, sondern “Natur pur” auf der Haut zu tragen, ist toll. So benutze ich z.B. Produkte mit Hanföl, das auf natürliche Weise den Alterungsprozess der Haut verzögert. Die Gesichtscreme duftet dezent, es wurden dafür keine Tierversuche gemacht und natürlich sind keine Konservierungsstoffe enthalten. Letzteres wird von einigen Zweiflern gerne als Nachteil von Bio-Cremes gesehen. Aber da man gerade Gesichtscremes jeden Tag benutzt, sind sie schnell aufgebraucht und man kann gut auf Konservierungsstoffe verzichten. Und regelmäßig im Bio-Sortiment nach neuen Cremes zu stöbern, macht ja auch Spaß.
Als mich neulich eine Erkältung plagte, griff ich wie immer ganz schnell zu einem Aspirin und presste mir anschließend hunderte von Orangen aus, um mein Immunsystem gegen die bösen Viren zu stärken. Dann legte ich mich ins Bett und wartete die Wirkung ab. Sie stellte sich erst nach drei Tagen ein, aber: Vitamin C scheint den Organismus wieder fit zu machen. Und hätte ich früher darauf geachtet, mich mit ausreichend Vitamin C zu versorgen, hätte mich die Erkältung wohl nicht erwischt.
Dass Vitamin C ein wichtiges und lebensrettendes Vitamin ist, ist noch gar nicht so lange bekannt. Bis ins 18. Jahrhundert hinein raffte eine Immunkrankheit namens Skorbut – ausgelöst von Vitamin-C-Mangel – die Menschen dahin. Zahnfleischbluten, Hautprobleme, Muskelschwund und Gelenkentzündungen zählten zu diesem Siechtum. Vor allem Seefahrer waren davon betroffen, da sie nicht ausreichend frische Nahrung zu sich nahmen. Ein Schiffsarzt stellte daraufhin fest, dass Zitrusfrüchte die Männer von ihrer Krankheit wieder heilte.
Was aber genau dahinter steckt, das entdeckte erst 1934 ein ungarischer Wissenschaftler: die L-Ascorbinsäure. Er konnte sie isolieren und herausfinden, was bei einem Vitamin-C-Mangel passiert: Dann verwandeln sich nämlich die Aminosäuren Prolin und Lysin nur unvollständig in elastische Stützfasern und das menschliche Gewebe fällt in sich zusammen. Die Mangelsymptome entstehen also durch fehlerhaft gebildete Kollagen.
Ähnliches geschieht aber auch bei der Entstehung von Falten und seither forschen auch Dermatologen, wie sich Ascorbinsäure auf die Glätte und Elastizität der Haut auswirkt. Da Vitamin C nicht nur die Kollagen zusammenhält, sondern auch freie Radikale abwehrt, zudem Pigment- flecken vorbeugt und den Hautaufbau fördert, ist es nicht nur ein lebensrettendes Vitamin, sondern auch eines, dass sich gegen vorzeitige Hautalterung einsetzen lässt.
Das weiß inzwischen auch die Kosmetikindustrie und bringt allerhand an Cremes und Produkten auf den Markt, die angeblich mit Vitamin C zugesetzt sind. Wie sie das machen, ist aber unklar, denn eigentlich oxidiert Vitamin C mit Sauerstoff. Die Wirkung müsste sofort zerfallen, sobald ein Cremetiegelchen geöffnet ist. Inneov, eine aus dem Verbund von L’Oréal und Nestlé entstandene Beauty-Kapsel, die nur in Apotheken erhältlich ist, soll das Problem lösen.
Ich wäre da skeptisch. Warum erst Vitamin C kompliziert abspalten und neu zusammenführen, wo es doch in der Natur ein reiches Angebot an Anti-Aging-Mitteln gibt: Sanddorn, Orangen, rote Beerenfrüchte, wie z.B. Cranberries, oder auch Kiwis. Jeden Tag auf eine bewußte Ernährung achten, bringt wahrscheinlich mehr, als Pillen zu schlucken und nebenbei zu rauchen.
Übrigens, die meisten glücklichen Hundertjährigen schwören auf ein Gläschen Rotwein – jeden Abend in Maßen genossen und freuen sich über ihre Falten.